Fallstudie
Historischer Gerichtserfolg nach falschem Warentest
Nach einem negativen Testbericht ging der deutsche Rauchwarnmelder-Hersteller Pyrexx gerichtlich vor – und gewann. Wir haben den historischen Gerichtserfolg in eine bundesweite Medienoffensive übersetzt und die öffentliche Reputation von Pyrexx wiederhergestellt.

Ausgangslage
Ein negativer Testbericht einer Verbraucherorganisation traf das Unternehmen an der empfindlichsten Stelle: Der Rauchwarnmelder, der über Jahre entwickelt und millionenfach verbaut worden war, wurde öffentlich als mangelhaft dargestellt. Die Folgen waren unmittelbar – verunsicherte Kunden, stockende Aufträge, ein Millionenschaden.
Das Unternehmen zog vor Gericht und bekam in erster Instanz Recht. Die Gegenseite legte Berufung ein. Damit stand ein zweiter Termin an, dessen Ausgang öffentlich Beachtung finden würde – in beide Richtungen.
Die Ausgangslage war anspruchsvoll: Ein mittelständisches Unternehmen ohne eigene Kommunikationsabteilung, ein juristisch komplexer Sachverhalt, ein gegnerisches Umfeld mit hohem Vertrauensvorschuss in der Öffentlichkeit – und ein Gerichtstermin als einziger Fixpunkt im Kalender.

Vorgehen
Strukturierung des Vorhabens. Zu Beginn stand die Frage, welche Geschichte der Fall überhaupt erzählt. Ein gewonnener Prozess allein ist keine Nachricht. Die Relevanz lag in der grundsätzlichen Frage dahinter: Was passiert mit einem Unternehmen, wenn ein Testurteil den Markt bewegt – und sich später als angreifbar erweist?
Kommunikationsleitfaden. Daraus entstand ein Dokument, das Botschaften, Sprachregelungen, Rollenverteilung und Ablauf festhielt: Wer spricht wann mit wem, welche Aussagen sind belastbar, wo verlaufen die Grenzen. Ein eigener Abschnitt behandelte Szenarien für einen abweichenden Verfahrensausgang.
Abstimmung mit den Anwälten. Jede öffentliche Äußerung wurde vor Veröffentlichung juristisch geprüft. Umgekehrt floss die kommunikative Bewertung in die juristische Planung ein. Die Rollen waren klar verteilt: das Unternehmen als Gesicht des Falls, die Kanzlei für die rechtliche Einordnung.
Mediale Umsetzung in Wellen. Zuerst die exklusive Platzierung der Geschichte in einem Leitmedium, dann die breite Multiplikation rund um den Gerichtstermin, schließlich die Vertiefung in Fach- und Verbrauchermedien. Dazu Interviewvorbereitung, Frage-und-Antwort-Katalog und die laufende Betreuung der Anfragen.
Ergebnis
Das erstinstanzliche Urteil wurde in zweiter Instanz bestätigt. Die Berufung der Gegenseite blieb ohne Erfolg.
Kommunikativ wurde der Fall in über 40 Medien aufgegriffen, darunter überregionale Tageszeitungen, Nachrichtenmagazine, Agenturen und Fachpresse. Die Berichterstattung folgte in weiten Teilen der Einordnung, die wir vorbereitet hatten: als Auseinandersetzung um die Frage, wie belastbar Testurteile sein müssen, wenn sie über die wirtschaftliche Existenz eines Unternehmens entscheiden.
Für das Unternehmen bedeutete das mehr als eine juristische Klarstellung. Aus einem Verfahren, das jahrelang als Belastung wirkte, wurde ein Beleg für die eigene Position – sichtbar, zitierbar und in den Suchergebnissen dauerhaft auffindbar.

Michael hat uns bei Pyrexx nach einem wichtigen Gerichtserfolg im Rahmen unserer strategischen Medienoffensive absolut herausragend und erstklassig unterstützt. Von der Strukturierung unseres Vorhabens über einen klaren Kommunikationsleitfaden bis hin zur erfolgreichen Platzierung in führenden Medien war alles perfekt durchdacht. […] Eine uneingeschränkte Empfehlung!
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